Tipps und Tricks

3 gute Gründe für ein gepflegtes Scheckheft

Clara von der Ropp, 27 Juni 2018

Mit dem Auto in die Werkstatt – obwohl es nicht mal kaputt ist? Es ist verständlich, dass Wartung, Service und Inspektion nicht gerade zu den Lieblingsthemen vieler Autobesitzer gehören. Hier möchten wir dir jedoch drei gute Gründe nennen, warum es sich lohnt, Serviceintervalle einzuhalten und das so genannte Scheckheft zu pflegen.


Scheckheft – Die wichtigsten Fragen und Antworten

Vorab eine kleine Auffrischung: Was genau war noch einmal das Scheckheft, wozu wird es genutzt und was musst du bei der Pflege beachten?

Was ist das Scheckheft? In dem Scheck- oder Wartungshelft listet der Hersteller alle vorgesehenen Inspektionen für dein Auto auf. Er schreibt vor, welche Verschleißteile nach welchen Kilometer- oder Zeitintervallen überprüft oder ausgewechselt werden sollen.

Wie oft muss mein Auto zur Inspektion? Das hängt stark vom Hersteller, dem Alter und deinem eigenen Fahrverhalten ab. Im Schnitt fällt alle ein bis zwei Jahre ein kleiner oder großer Service an.

Was passiert bei einer Inspektion? Die Werkstatt checkt dein Auto einmal komplett durch. Zusätzlich zu den vom Hersteller vorgeschriebenen Inspektionen werden meistens Flüssigkeiten wie Öl und Bremsmittel aufgefüllt. Dann werden alle durchgeführten Services im Scheckheft dokumentiert.


Vorteile eines lückenlosen Scheckhefts

1. In einem geprüften Auto fährt es sich sicherer

Gefühlt war dein Auto gerade erst in der Werkstatt und jetzt ist schon wieder Service A fällig? Wenn du dich über eine anstehende Inspektion ärgerst, lohnt es sich, zu bedenken: Wartungsarbeiten werden durchgeführt um Verschleißteile in deinem Auto zu kontrollieren und wenn nötig auszuwechseln – damit du sicher mit deinem Auto unterwegs bist. Selbst bei der so genannten kleinen Inspektion werden zum Beispiel deine Bremsen überprüft, und die Bremsflüssigkeit wird nachgefüllt. Das trägt zu deiner Fahrsicherheit bei und verhindert, dass dich dein Auto in einer ungünstigen Situation plötzlich im Stich lässt.

2. Keine Angst mehr vor dem TÜV

Gut zu wissen: Im Gegensatz zu der Hauptuntersuchung (HU), die der Gesetzgeber vorschreibt, um die Fahrzeugsicherheit auf deutschen Straßen zu gewährleisten, ist eine technische Wartung nicht verpflichtend. Allerdings empfehlen Experten mit den Servicearbeiten nicht erst zu warten, bis der nächste Termin beim TÜV oder bei der Dekra ansteht. Denn: Wenn das Auto beim TÜV durchfällt, muss die Überprüfung wiederholt werden – und dann wird es richtig teuer. Stattdessen lohnt es sich, das Auto routinemäßig durchzuchecken, um eventuelle Mängel frühzeitig zu entdecken und zu beheben. Denn dann kann beim TÜV auch nichts mehr schiefgehen.

3. Herstellergarantie schützen

Ein anderer wichtiger Grund, der für regelmäßige Inspektion deines Autos spricht: Wenn du die Wartungsintervalle des Herstellers vernachlässigst, kann es sein, dass dir im Falle eines Defekts die Fahrzeuggarantie verweigert wird. Der Hersteller kann dann argumentieren, dass dein Auto kaputt gegangen ist, weil du es nicht vorschriftsmäßig gepflegt hast. Gerade wenn du einen Neuwagen fährst solltest du deswegen darauf achten, die Richtlinien und Zeit- beziehungsweise Kilometerintervalle des Herstellers einzuhalten. Denn: Wenn du ein lückenloses Scheckheft vorweisen kannst, stehen die Chancen gut, dass der Hersteller auch nach Ablauf der Garantie gewisse Reparaturkosten auf Kulanz übernimmt.

Extra: Wertsteigerung beim Autoverkauf

Doch damit nicht genug: Tatsächlich bedeutet ein gut gepflegtes Scheckheft in vielen Fällen bares Geld. Denn bei dem Verkauf eines Gebrauchtwagens ist ein lückenloses Scheckheft, in dem akribisch alle durchgeführten Inspektionen aufgeführt sind, das A und O. So kannst du potentiellen Käufern einwandfrei beweisen, dass das Auto nicht nur äußerlich schön glänzt, sondern auch innerlich keine schwerwiegenden Mängel aufweist. Und das steigert den Wert deines Wagens enorm.

Hier findest du weitere Tipps, um den Wert deines Gebrauchtwagens vor dem Verkauf zu steigern.