Schäden vermeiden

So machst du dein Auto winterfest

Clara von der Ropp, 28 Januar 2019

Eisige Temperaturen, glatte Straßen und Schneeregen: Für Autofahrer ist der Winter wahrlich kein Zuckerschlecken. Doch wenn du dich und dein Auto rechtzeitig auf die kalte Jahreszeit vorbereitest, kommst du auch während der kalten Jahreszeit sicher ans Ziel.

Diese Checkliste hilft dir bei der richtigen Vorbereitung für das Fahren bei Eis und Schnee. Dann kann der Winter kommen.

Winter Check - Das solltest du kontrollieren, bevor es kalt wird

Mit der richtigen Vorbereitung für den Winter beginnst du am besten schon frühzeitig. Wenn die Temperaturen fallen und die Blätter an den Bäumen langsam die Farbe wechseln, wird es Zeit, sich um einen Termin bei der Werkstatt zu kümmern. Denn mit dem Reifenwechsel sollte man nicht warten, bis der erste Nachtfrost da ist. In dieser Checkliste erfährst du, welche Schritte du unternehmen solltest, bevor der Winter einbricht.

1. Reifenprofile prüfen

Damit Fahrzeuge auch auf feuchten und vereisten Straßen guten Halt finden, zieht man ihnen im Winter spezielle Reifen auf. Winterreifen zeichnen sich durch besonders tiefe Reifenprofile aus. Mit der Zeit nutzen sich die Profile jedoch ab und werden so immer flacher und haben so weniger Gripp. Deswegen lohnt es sich, die Profile der Winterreifen rechtzeitig vor dem Wechsel auszumessen, damit genug Zeit bleibt, um gegebenenfalls neue Reifen zu bestellen.

Wie tief müssen die Reifenprofile sein?

Der Gesetzgeber schreibt einen Minimaltiefe von 1,6 Millimetern Reifenprofil vor. Um auf der sicheren Seite zu sein, raten Experten jedoch dazu, die Reifen auszuwechseln, sobald eine Tiefe von 4 Millimetern unterschritten ist.

Reifenwechsel in der Werkstatt

Wenn du den Reifenwechsel in der Werkstatt durchführen lässt, kümmert sich diese in der Regel auch um die Lagerung und das Messen der Reifenprofile. Hier erfährst du, welche Vor- und Nachteile ein Reifenwechsel in der Werkstatt hat und wie du die Winterreifen zuhause selber aufziehen kannst.

Wann sollte ich die Reifen wechseln?

Es gibt keinen gesetzlich vorgeschriebenen Stichtag für den Reifenwechsel, doch folgende Daumenregel hilft bei der Orientierung: Von O bis O - von Oktober bis Ostern sollte dein Auto auf Winterreifen unterwegs sein.

2. Frostschutzmittel nachfüllen

Bei Minusgraden besteht die Gefahr, dass wichtige Flüssigkeiten in deinem Auto gefrieren. Um dies zu verhindern, solltest du Frostschutzmittel zu Kühl- und Scheibenwischwasser hinzufügen. Gefrorenes Kühlwasser ist besonders gefährlich, denn es kann zu schweren Motorschäden führen. Doch auch eingefrorene Scheibenwischdüsen sollten nicht unterschätzt werden, denn im Schneegestöber ist es besonders wichtig, stets den Durchblick zu behalten.

Wie prüfe ich den Frostschutz?

Am einfachsten ist, den Kühlwasserstand in der Werkstatt messen und gegebenenfalls nachfüllen zu lassen. Bei dieser Gelegenheit lässt sich auch das Frostschutzkonzentrat in der Scheibenwischanlage ergänzen.

3. Wischblätter prüfen

Damit deine Scheibenwischer dich auch im Winter nicht im Stich lassen. solltest du nicht nur den Frostschutz in das Scheibenwischwasser prüfen, sondern auch die Wischblätter kontrollieren. Nach einigen Jahren wird der Gummi, aus dem die Blätter bestehen, rissig und hinterlässt dann Schlieren auf der Windschutzscheibe. Da gute Sicht besonders an grauen, verschneiten Wintertagen wichtig ist, solltest du die Wischblätter rechtzeitig austauschen lassen.

Wie viel kosten neue Wischblätter?

Das hängt von der Marke und dem Modell deines Autos ab. Im Schnitt sollten dich die Blätter jedoch nicht mehr als 10 Euro kosten - eine gute Investition für den perfekten Durchblick.

4. Batterie checken

Die Pannenursache Nummer eins auf deutschen Straßen? Geschwächte Autobatterien im Winter. Minusgrade setzen besonders älteren Batterien schwer zu. Wenn du vermeiden möchtest, an einem kalten, dunklen Morgen auf dem Parkplatz oder vor der Ampel hängen zu bleiben, solltest du deine Autobatterie rechtzeitig vor dem Wintereinbruch überprüfen und gegebenenfalls ersetzen lassen.

Auch Stillstand schwächt

Die Batterie eines Autos wird nicht nur durch niedrige Temperaturen geschwächt. Auch eine längere Nichtbenutzung des Wagens kann dazu führen, dass er auf einmal nicht mehr anspringt. Denn über die Zeit entlädt sich die Batterie langsam. In diesem Artikel findest du Tipps für den Fall, dass sich der Motor nicht mehr starten lässt.

Wie oft muss die Batterie ausgewechselt werden?

Vorausschauende, schonende Nutzung der Batterie können ihre Lebensdauer verlängern, während Kaltstarts und Kurzstrecken ihre Haltbarkeit beeinträchtigen. Im Schnitt sollte die Batterie jedoch alle fünf Jahre ausgewechselt werden.

5. Ist der Lack kratzerfrei?

Im Laufe des Jahres kann es schon einmal passieren, dass das Lack deines Autos kleine Macken davonträgt. Diese sollten vor dem Winter unbedingt repariert werden. Der Grund: Minusgrade, Feuchtigkeit und Streumittel greifen den Lack in den Wintermonaten an. Wenn die Lackschicht ohnehin schon strapaziert ist, können sich kleine Kratzer ausweiten und zu schwerwiegenden Lackschäden führen. Im schlimmsten Fall droht Rost, der den Wert deines Autos nachhaltig beschädigt.

Lackierer finden?

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Streusand, Salz und Eis - Das sind die schlimmsten Lackkiller

Feuchtigkeit und Minusgrade können beim Menschen schon mal zu einer Erkältung führen. Doch was viele nicht wissen: Auch am Auto geht diese Belastung nicht spurlos vorbei. Besonders der Lack wird im Winter angegriffen, was zu unschönen Korrosionsschäden führen kann.

Streusalz

Neben den Wettereinflüssen lauert Winter außerdem noch der Lackkiller Nummer eins: Streusalz. Für die Verkehrssicherheit auf vereisten Straßen ist Streusalz im Winter wichtig, denn er sorgt für besseren Grip und verhindert so, dass Autos ins Schleudern kommen.

Wie funktioniert Streusalz?

Zu großen Teilen besteht die Mischung, die von Streufahrzeugen auf den eisigen Straßen verteilt wird, aus herkömmlichen Salz. Der Grund: Salz senkt den Gefrierpunkt von Wasser von 0 Grad Celsius auf etwa minus 20 Grad Celsius ab. Sobald das Streusalz also mit Eis in Berührung kommt, schmilzt dieses, solange die Temperatur nicht kälter als minus 20 Grad ist.

Autofahrer aufgepasst:

Für den empfindlichen Lack deines Autos ist Streusalz jedoch pures Gift. Wenn es durch Spritzwasser auf dein Blech gelangt, greift es die oberste Lackschicht, den sogenannten Klarlack, schnell an. So wird der Lack an dieser Stelle stumpf und verliert jederlei Glanz. Im schlimmsten Fall kann das Salzwasser sich sogar bis auf das Blech durchätzen.

Alternative Rollsplitt

Weil Salz noch dazu sehr schädlich für die Umwelt ist, haben sich in den letzten Jahren schonende Alternativen entwickelt, allen voran Splitt. Winzige Steinchen oder grober Sand werden auf dem vereisten Untergrund verteilt und rauen die Straße auf, wodurch Autos besseren Grip finden.

Autofahrer aufgepasst:

Die unmittelbare Gefahr für den Lack ist durch den Einsatz von Rollsplitt zwar gebannt, doch sobald die Temperaturen wieder steigen und das Eis schmilzt, gehen die Probleme los. Wenn der Splitt nicht sorgfältig von der Fahrbahn gekehrt wird, sorgt er leicht für unschöne Steinschläge. Kleine Kieselsteine bleiben zunächst im Reifenprofil eines Autos stecken und werden dann durch die Rotation gegen den Hintermann geschleudert, wo sie eine unschöne kleine Delle im Blech oder einen Sprung in der Windschutzscheibe hinterlassen.

Reinigung und Politur - So schützt du den Lack

Auch wenn dein Lack kratzerfrei ist, kann es nicht schaden, deinem Auto vor dem Winter eine Sonderbehandlung zu verpassen. Viele Lackierer bieten spezielle Wachsbehandlungen an, die deinen Lack zum Glänzen bringen und während der Wintermonate zusätzlichen Schutz gegen Feuchtigkeit und ätzende Salze bieten.

Check hier, welche Werkstätten in deiner Stadt Lackschutz anbieten.