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Tipps und Tricks

Alles, was du über Kfz-Leasing wissen musst

Clara von der Ropp, 5 Dezember 2017

Immer das neuste Auto, und dafür nicht den Kaufpreis auf den Tisch legen, sondern nur einen relativ geringen Monatsbeitrag zahlen. Leasing ist unglaublich bequem, und nicht zuletzt wegen dieser Vorteile steigt die Anzahl von Leasingwagen in Deutschland beständig. Neben Unternehmen, für die Leasing steuerliche Vorteile bietet, entdecken auch immer mehr Privatkunden das Modell für sich. Ist Leasing das Richtige für dich?

Das Wichtigste auf einen Blick:

  1. Leasing ist kein Finanzierungsmodell, sondern eher ein Mietverhältnis
  2. Kilometer- oder Restwertleasing? Informier dich genau über die unterschiedlichen Modelle
  3. Vor- und Nachteile von Leasing: hohe Flexibilität, aber kein Eigentum

Wie funktioniert Kfz-Leasing?

Wie genau funktioniert Leasing eigentlich? Das Konzept ist einfach: der Leasinggeber (das Leasingunternehmen) kauft oder finanziert das Auto. Der Leasingnehmer (du) darf das Auto für einen gewissen monatlichen Betrag nutzen. Wer sich um Versicherung, Wartung und Reparaturkosten kümmert, wird im Leasingvertrag festgehalten.

Der Leasingvertrag regelt außerdem:

  1. Die Dauer des Leasingvertrags
  2. Die monatliche Leasingrate

Kilometer- oder Restwertleasing?

Die zwei gebräuchlichsten Modelle für Kfz-Leasing sind Kilometer und Restwertleasing. Das sind die wichtigsten Unterschiede:

Kilometerleasing = bei diesem Model wird festgelegt, wie viele Kilometer das Auto während der Dauer des Leasingvertrags zurücklegen darf. Die monatlichen Raten berechnen sich dann aus der erwarteten Gesamtleistung des Fahrzeugs: je langlebiger das Auto ist, desto günstiger ist ein Kilometer Leasing.

Wichtig: Falls zusätzliche Kilometer zurückgelegt werden, werden diese am Ende verrechnet.

Restwertleasing = bei diesem Model wird festgelegt, welchen Restwert das Fahrzeug nach Ablauf des Leasingvertrages haben soll. Die monatlichen Raten berechnen sich dann aus der Differenz aus Fahrzeugpreis und Restwert: je mehr das Auto nach dem Leasing noch wert ist, desto günstiger sind die monatlichen Raten für dich.

Wichtig: Falls das Auto bei der Rückgabe weniger wert ist, als im Leasingvertrag vereinbart, musst du für die Differenz aufkommen.

Vorteile und Nachteile?

Die Vorteile von Leasing liegen zunächst auf der Hand: du kannst schicke Neuwagen fahren, ohne dir Gedanken über hohe Anschaffungskosten zu machen. Zudem musst du dich nach Ablauf des Leasingvertrags nicht darum kümmern, einen neuen Käufer für dein Auto zu finden.

Doch auch die Nachteile von Leasing sollten bei der Entscheidung nicht außer Acht gelassen werden: der wichtigste Grund, der gegen Kfz-Leasing spricht, ist, dass du am Ende mit leeren Händen dastehst. Denn letztendlich ist Leasing nichts anderes als eine etwas komplexere Form des Mietens. Trotz der gezahlten monatlichen Raten wirst du also nie Eigentümer des Wagens.

Wie viel kostet es?

Ist Leasing das Richtige für dich? Um das zu entscheiden, solltest du einmal sorgfältig durchrechnen, welche Kosten für dich anfallen, wenn du einen Wagen least. Dabei solltest du nicht nur die monatlichen Leasingraten beachten, sondern auch im Hinterkopf behalten, dass je nach Leasinganbieter und Vertrag unterschiedliche Zusatzkosten anfallen.

Dazu können Steuern, Kfz-Versicherung sowie Wartung- und Reparaturkosten gehören. Auch verlangen die meisten Leasinggeber eine Anzahlung von 10-30% des Fahrzeugpreises, die zu Beginn der Leasingperiode anfällt.

Spar-Tipp: die monatlichen Leasingraten berechnen sich entweder aus der Kilometeranzahl, die du während der Leasingperiode zurücklegen darfst (Kilometerleasing) oder dem Restwert, den du dem Leasinggeber bei der Rückgabe des Wagens versprichst (Restwertleasing).

Experten raten dringend von dem Restwertleasing ab, denn es ist schwieriger einen Wertverlust im Blick zu behalten als einen Kilometerzähler und viele Leasinggeber setzen den Restwert unrealistisch hoch an, um bei der Rückgabe noch einmal abzurechnen.


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